In der elektrischen Diagnosemesstechnik benötigen zwei Anlagen, die dieselbe Größe messen, nur selten dasselbe Gerät. Betriebsdruck, Gastemperatur, Entfernung zur Messstelle, das Protokoll des Leitsystems oder der verfügbare Platz im Raum verändern die richtige Konfiguration vollständig.
Deshalb gilt: Amperis verkauft keine Katalognummer, sondern definiert gemeinsam mit dem Kunden das Gerät, das die Messaufgabe löst. Diese Vorarbeit — die Anwendung verstehen, die Konfiguration abstimmen und das passende Zubehör festlegen — ist Teil jeder Lieferung und kein separater Service.
Zuerst die Anwendung, dann das Gerät
Bevor ein Modell vorgeschlagen wird, müssen unsere Ingenieure wissen, was gemessen werden soll und unter welchen realen Bedingungen. Es sind die Fragen, die verhindern, dass ein auf dem Papier passendes Gerät im Feld unbrauchbar ist:
- Was gemessen wird und mit welchem Anspruch. Erwarteter Messbereich, erforderliche Genauigkeit, ob der Absolutwert oder der Trend interessiert, und in welchem Zeitabstand gemessen werden muss.
- Unter welchen Bedingungen. Prozesstemperatur und Prozessdruck, Feuchte oder Partikel, korrosive Atmosphäre, Vibration oder Außenaufstellung.
- Wo das Gerät eingebaut wird. Leitstelle, Freiluftbereich, ein vorhandener Schrank mit knappem Platz oder eine tragbare Messung, die von Schaltanlage zu Schaltanlage mitgeht.
- Wer es bedienen wird. Ein Labor, ein Instandhaltungsteam im Außendienst oder ein unbeaufsichtigtes System, das nur dann melden soll, wenn ein Wert die Grenzwerte verlässt.
- Womit es zusammenarbeitet. Protokoll und Leitsystem des Kunden, das geforderte Aufzeichnungsformat, die für Audits oder Vorschriften notwendige Nachvollziehbarkeit.
Aus diesem Gespräch entsteht eine begründete Empfehlung. Deckt ein einfacheres Gerät den Bedarf, sagen wir das. Verlangt die Anwendung Leistungen, die das vorgesehene Modell nicht bietet, sagen wir das ebenso deutlich.
Genaue Konfiguration
Unsere Geräte werden konfiguriert, nicht aus einer festen Liste ausgewählt. An einem und demselben Analysator oder an derselben Kamera werden unter anderem folgende Parameter festgelegt:
- Einbauform. 19-Zoll-Panelmontage, wetterfestes Wandgehäuse mit Schutzart IP65 oder tragbare Ausführung, je nachdem, wo das Gerät im Einsatz sein wird.
- Messbereich und Sensortyp. Auswahl des Sensors passend zum tatsächlichen Arbeitsbereich, einschließlich Messungen bei extremen Temperatur- oder Druckbedingungen.
- Abgesetzte Sensoranordnung. Das Sensorelement lässt sich vom Analysator trennen — bei bestimmten Modellen bis zu 25 Meter mit Verlängerungskabeln —, wenn die Messstelle unzugänglich ist oder in einem rauen Bereich liegt.
- Ausgänge und Kommunikation. Analogausgänge 0-5 V und Stromschleife 4-20 mA, Kommunikation über RS232 oder RS485, Modbus RTU oder Ethernet, damit das Gerät die Sprache des vorhandenen Leitsystems spricht.
- Alarme und Automatisierung. Programmierbare Relaisschaltungen mit den Schwellenwerten, die die Instandhaltungsvorschrift des Kunden vorgibt.
- Kalibrierung. Festlegung der vom Benutzer wählbaren Gaszusammensetzungen und des Verfahrens zur wiederkehrenden Überprüfung.
Hinter jeder dieser Entscheidungen steht ein konkreter Grund aus der Anlage selbst. Das ist der Unterschied zwischen einem Gerät, das benutzt wird, und einem Gerät, das im Schrank endet.
Zubehör ist keine Zugabe
Was eine Messung möglich macht, ist häufig nicht das Gerät selbst, sondern das, was dazugehört. Eine falsche Auslegung dieses Teils ist die häufigste Ursache dafür, dass sich eine Inbetriebnahme verzögert oder dass die Daten nicht belastbar sind.
Wir definieren und liefern den vollständigen Umfang: Kalibrierkits, zusätzliche Messsonden und Sensoren, Probenahmesysteme — einschließlich multiplexer Systeme, wenn mehrere Messstellen mit einem einzigen Analysator überwacht werden müssen —, Verlängerungskabel, spezifische Filter und Verteiler, Montageschränke und Halterungen, Hilfssensoren für Druck oder Vakuum mit den zugehörigen Normanschlüssen sowie die Software für Kommunikation und Datenaufzeichnung.
Ziel ist, dass das Gerät einbau- und messbereit ankommt und sich nicht erst im Feld zeigt, dass ein Teil fehlt.
Was diese Beratung liefert
- Eine begründete technische Empfehlung mit den verfügbaren Alternativen und den Gründen, warum wir eine davon vorschlagen.
- Die detaillierte Konfiguration des Geräts, Parameter für Parameter, abgestimmt auf die Anwendung.
- Die vollständige Zubehörliste, getrennt nach dem Notwendigen und dem Empfehlenswerten.
- Ein Angebot, das genau dieser Konfiguration entspricht, ohne pauschale Positionen.
- Den direkten Kontakt zu Ingenieuren, die das Gerät kennen — auch nach dem Kauf.
Warum unser Urteil
Wir arbeiten ausschließlich mit Messtechnik der neuesten Generation für die Diagnose und Prüfung elektrischer Schaltanlagen. Diese Spezialisierung erlaubt es, eine Anwendung schnell einzuordnen und ihre Probleme vorwegzunehmen.
Unsere Geräte wurden in 63 Länder verkauft, in sehr unterschiedliche Anlagen und Klimazonen. Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert, auditiert von SGS, und hat 2024 die Zertifizierungen ISO 14001 und ISO 45001 hinzugefügt. Der internationale Lieferantenqualifizierer Achilles hat uns für Lieferungen an Energieversorger in Spanien, Portugal und Italien qualifiziert.
Die Einzelheiten unserer Akkreditierungen sind auf der Seite Unternehmen nachzulesen.
Sprechen wir über Ihre Anwendung
Teilen Sie uns mit, was gemessen werden soll und unter welchen Bedingungen. Unsere Ingenieure prüfen den Fall und schlagen die passende Konfiguration vor.
Kontaktieren Sie uns oder rufen Sie uns an: (+34) 982 20 99 20.
Ein erster Überblick über unsere Gerätefamilien findet sich unter Produkte.