Mikroohmmeter und Schleifenimpedanzmesser
Niederohmmeter (Mikroohmmeter) und Schleifenimpedanzmesser messen die sehr kleinen Widerstände, von denen der sichere Stromfluss abhängt: Kontakt-, Verbindungs- und Wicklungswiderstand sowie die Fehlerschleife einer Installation. Das Amperis-Programm für die Elektrobranche umfasst Hochstrom-Mikroohmmeter und Kurzschluss-Schleifenimpedanzmesser.
Was gemessen wird und wie es funktioniert
Ein Mikroohmmeter arbeitet nach dem Vierleiterverfahren (Kelvin): Es speist einen bekannten Strom ein – häufig von wenigen Ampere bis 100 A und mehr – und misst den entstehenden Spannungsabfall, wodurch Mikroohm ohne Einfluss von Leitungs- und Kontaktwiderständen aufgelöst werden. So werden Schalterkontakte, Sammelschienen- und Kabelverbindungen sowie Transformatorwicklungen geprüft. Ein Schleifenimpedanzmesser misst dagegen die Fehlerschleife in einer Niederspannungsinstallation, um zu bestätigen, dass der zu erwartende Fehlerstrom für das Auslösen der Schutzeinrichtung ausreicht.
So wählen Sie das richtige Gerät
- Passen Sie den Prüfstrom an die Aufgabe an: höhere Ströme (≥100 A) für Schalterkontakte und Verbindungen.
- Bestehen Sie auf echten Vierleiter-Messleitungen für Mikroohm-Messungen.
- Prüfen Sie Auflösung sowie die benötigten Widerstands- und Impedanzbereiche.
- Achten Sie bei der Schleifenmessung auf eine Nicht-Auslöse-Betriebsart für FI-geschützte Kreise.
- Legen Sie Wert auf Speicher und Berichtsexport.
Sie sind unsicher, welches Gerät Sie benötigen? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Anwendungen
- Kontaktwiderstand von Leistungsschaltern und Trennern
- Verbindungen an Sammelschienen, Kabeln und Potentialausgleich
- Wicklungswiderstand von Transformatoren und Maschinen
- Prüfung von Erdung und Potentialausgleich
- Fehlerschleifenimpedanz in NS-Installationen
Anwendbare Normen
Die Amperis-Geräte orientieren sich am IEC/EN-Rahmen (nicht an nationalen PN/PL-Bezeichnungen):
- IEC 62271-1 — Kontaktwiderstand von Schaltgeräten
- IEC 60076-1 — Wicklungswiderstand von Transformatoren
- IEC 61557-3 — Geräte zur Messung der Schleifenimpedanz
- IEC/EN 61010-1 — Gerätesicherheit
Häufige Fragen
Warum das Vierleiterverfahren?
Getrennte Strom- und Spannungsleitungen heben den Widerstand von Messleitungen und Kontakten auf, sodass der Messwert den tatsächlichen Mikroohmwert der Verbindung oder des Kontakts wiedergibt und nicht den der Leitungen.
Welchen Prüfstrom für Schalterkontakte?
Ein höherer Strom (typischerweise ≥100 A) bildet die Betriebsbedingungen nach und durchbricht Oxidschichten; vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Referenzwert – intakte Hauptkontakte liegen in der Regel unter 50 µΩ.
Warum die Schleifenimpedanz messen?
Sie bestätigt, dass der zu erwartende Kurzschlussstrom hoch genug ist, damit die Schutzeinrichtung innerhalb der von IEC 60364 geforderten Zeit abschaltet.
Technische Ressourcen
Kombinieren Sie Niederohmmessungen mit der Schalterprüfung, den Übersetzungs- und Wicklungsprüfungen an Transformatoren und den Multifunktionsmessgeräten für Installationen. Fordern Sie ein Angebot an.





