Infrarot- und Koronaeffekt-Kameras

Infrarot- und Koronaeffekt-Kameras finden Fehler an elektrischen Anlagen berührungslos. Wärmebildkameras zeigen überhitzte Verbindungen, Überlastungen und unsymmetrische Phasen, während Koronakameras (UV) Oberflächenentladungen an Hochspannungsisolatoren und Leitern auch bei Tageslicht sichtbar machen. Das Amperis-Programm für die Elektrobranche umfasst beide Technologien – für die vorbeugende Instandhaltung und die Inspektion unter Spannung.

Was sie erkennen und wie sie arbeiten

Eine Infrarot- bzw. Wärmebildkamera erfasst die Oberflächentemperatur: eine lose oder korrodierte Verbindung, ein überlastetes Kabel oder eine unsymmetrische Phase zeigen sich als Hotspot; die Schwere wird aus der Übertemperatur gegenüber einer intakten Referenzstelle beurteilt. Eine Koronakamera (UV) erfasst die ultravioletten Photonen von Teil- und Koronaentladungen und legt die Entladung über ein Sichtbild, um sie an Isolatoren, Durchführungen und Endverschlüssen zu lokalisieren, bevor es zum Überschlag kommt. Beide arbeiten mit Sicherheitsabstand an Anlagen unter Spannung.

So wählen Sie die richtige Kamera

  • Für die Thermografie: Detektorauflösung, thermische Empfindlichkeit (NETD) und Temperaturbereich.
  • Für Korona: UV-Empfindlichkeit, solar-blinder Betrieb (Tageslicht) und Entladungszählung.
  • Berücksichtigen Sie Arbeitsabstand, Optik und Bildfusion.
  • Achten Sie auf radiometrische Speicherung, Analysesoftware und Berichtserstellung.

Sie möchten die passende Kamera für Ihre Inspektionen finden? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Anwendungen

  • Inspektion von Schaltanlagen und Freileitungen
  • Hotspots an Schaltfeldern und Verbindungen
  • Korona an Isolatoren, Durchführungen und Endverschlüssen
  • Motoren, Antriebe und rotierende Maschinen
  • Photovoltaik- und Erneuerbaren-Anlagen

Anwendbare Normen

Die Amperis-Geräte orientieren sich an der internationalen Praxis (nicht an nationalen PN/PL-Bezeichnungen):

  • ISO 18434-1 — Zustandsüberwachung und Diagnostik: Thermografie
  • Für die Korona-/UV-Erfassung gibt es keine einheitliche Messnorm; die Ergebnisse sind vergleichend und stützen die Teilentladungsbewertung
  • IEC 60270 / IEC TS 62478 — Rahmen der Teilentladungsmessung

Häufige Fragen

Infrarot oder Korona – was ist der Unterschied?

Die Thermografie findet Wärme: resistive Fehler wie lose Verbindungen und Überlastungen. Korona/UV findet Entladungen: Isolationsprobleme an Hochspannungsoberflächen. Beide ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht.

Wann ist Korona relevant?

Korona entsteht, wo die elektrische Feldstärke an einer Oberfläche die Durchschlagfestigkeit der Luft überschreitet – typischerweise an beschädigten oder verschmutzten HS-Isolatoren und an scharfen Kanten. Früh erkannt verhindert das Kriechspuren und Überschläge.

Wie wird ein thermischer Hotspot bewertet?

Über die Übertemperatur gegenüber einer vergleichbaren Referenzstelle bei ähnlicher Last, nach der Praxis der ISO 18434-1 und ihren Schwerebereichen; die Last zum Zeitpunkt der Inspektion ist stets zu dokumentieren.

Technische Ressourcen

Kombinieren Sie Kameras mit der Teilentladungsmessung für die Hochspannungsdiagnostik oder sehen Sie sich die weiteren Messungen an. Fordern Sie ein Angebot an – unsere Ingenieure beraten Sie zur passenden Kamera.