Wärmebildkameras für die elektrische Inspektion
Wärmebildkameras wandeln die Wärmestrahlung von Betriebsmitteln unter Spannung in ein Bild um und machen so Hotspots an Verbindungen, Schaltanlagen, Transformatoren und Motoren sichtbar – berührungslos und ohne Abschaltung. Eine lose oder korrodierte Verbindung erwärmt sich lange, bevor sie versagt. Deshalb gehört die Thermografie zu den Verfahren der vorbeugenden Instandhaltung mit dem höchsten Nutzen in Schaltanlagen und Industriebetrieben.
Was sie messen und wie
Der Mikrobolometersensor erfasst die scheinbare Oberflächentemperatur über die gesamte Szene. Eine thermische Empfindlichkeit (NETD) von einigen zehn mK lässt kleine Temperaturerhöhungen hervortreten, und radiometrische Modelle ordnen jedem Pixel eine Temperatur zu, sodass Inspektionen über die Zeit verglichen werden können. Die Schwere wird üblicherweise aus der Übertemperatur gegenüber einem vergleichbaren Referenzbauteil bei ähnlicher Last beurteilt, nach den NETA-MTS-Kriterien.
So wählen Sie die richtige Kamera
- Routinemäßige elektrische Inspektionen: Die IRDL700 und die IRDL708-Serie decken allgemeine Kontrollen an Schaltanlagen und Verteilern ab.
- Fortlaufende oder besonders detaillierte Programme: Die TC4/TC8-Serie für vorbeugende Instandhaltung eignet sich für große Anlagenbestände.
- Doppelspektrum-Bildgebung: Die Doppelspektrum-Wärmebildkamera legt Sicht- und Wärmebild übereinander und macht Berichte klarer.
- Kompakter und Einstiegseinsatz: das Mini-Infrarot-MOD und die DL-801-2-M.
- Gasleckerkennung per Bildgebung: Die TC706 macht Gasemissionen sichtbar, auch bei SF6-Arbeiten.
Unsicher, welche Auflösung oder welchen Temperaturbereich Sie benötigen? Fragen Sie unter info@amperis.com.
Anwendungen
- Kontrollen in Schaltanlagen: Verbindungen, Trenner, Durchführungen, Überspannungsableiter.
- Inspektion von Verteilern und Motorsteuerungszentralen in Industrie und Rechenzentren.
- Diagnostik an Motoren, Lagern und Mechanik; Prüfung von Photovoltaikmodulen.
Anwendbare Normen
- ISO 18434-1: Zustandsüberwachung mittels Thermografie.
- ANSI/NETA MTS: Schwerekriterien für Übertemperaturen an elektrischen Betriebsmitteln.
Häufige Fragen
Welche Übertemperatur ist ein Problem?
Die NETA MTS staffelt die Schwere nach der Erhöhung gegenüber einem vergleichbaren Bauteil bei ähnlicher Last: Eine Differenz von mehr als etwa 15 °C gegenüber der belasteten Referenz erfordert in der Regel sofortiges Handeln, während geringere Erhöhungen eine Reparatur zum nächsten passenden Zeitpunkt nach sich ziehen.
Ist für die Inspektion eine Abschaltung nötig?
Nein – das ist gerade der Vorteil. Die Thermografie prüft Betriebsmittel im Betrieb und unter Last; die Messwerte sind sogar in der Nähe der normalen Betriebslast am aussagekräftigsten.
Was beeinflusst die Messgenauigkeit?
Der Emissionsgrad der Oberfläche, der Abstand, Reflexionen und Wind. Lackierte oder abgeklebte Referenzstellen, korrekt eingestellte Emissionsgrade und der Vergleich gleichartiger Bauteile halten die Messwerte belastbar.
Ressourcen und Kontakt
Siehe auch Koronaeffekt-Kameras für Oberflächenentladungen an HS-Isolation sowie die gesamte Familie Kameras. Angebote: info@amperis.com · +34 982 20 99 20.







