Optische Gasvisualisierungskamera für die SF6-Lecksuche
Um ein SF6-Leck zu sehen, braucht man eine Kamera zur optischen Gasvisualisierung (OGI), deren Detektor in dem Infrarotband arbeitet, in dem SF6 absorbiert – so erscheint das entweichende Gas als Gasfahne auf dem Bildschirm. Die TC706 erreicht das mit passiver Thermografie bei 9,8-11,2 µm (Maximum 10,55 µm) und einem gekühlten QWIP-Detektor mit 320 × 256 und NETD ≤ 0,025 °C bei 30 °C: Sie zeigt die Gasfahne in Echtzeit mit 60 Hz, ohne speziellen Hintergrund oder Zusatzbeleuchtung, und lokalisiert die Leckstelle aus der Entfernung, während die Anlage unter Spannung und in Betrieb bleibt.
Eckdaten der TC706
- Optische Gasvisualisierung: passive Thermografie im Band 9,8-11,2 µm (Maximum 10,55 µm), in dem SF6 stark absorbiert; die TC706 zeigt das entweichende Gas als Gasfahne in Echtzeit, ohne speziellen Hintergrund oder Zusatzbeleuchtung.
- Detektor: gekühlter QWIP mit 320 × 256, thermische Empfindlichkeit (NETD) ≤ 0,025 °C bei 30 °C und 60 Hz Bildrate.
- Optik: Sichtfeld 14,5° × 10,8° (Mindestfokus 0,5 m, IFOV 0,79 mrad) oder 24° × 18° (Mindestfokus 0,3 m, IFOV 1,13 mrad); automatischer, motorischer oder manueller Fokus und 1-4× elektronischer Zoom.
- Sichtbare Gase: neben SF6 auch Essigsäure, Ammoniak, FREON-12, Cyanacrylat, Ethylen, Chlordioxid und MEK sowie weitere Gase, die in ihrem Spektralband absorbieren.
- Messende Thermografie: −40 °C bis +500 °C mit einer Genauigkeit von ±2 °C oder ±2 % vom Messwert (der größere Wert), bis zu 10 Messpunkte, 5 Flächen und 2 Linien, Profil, Isotherme sowie Sprach- und Farbalarm.
- Anzeige und Aufzeichnung: 0,6-Zoll-HD-OLED-Sucher und 5-Zoll-Touchscreen (800 × 600); 1,3-MP-Kamera für den sichtbaren Bereich, radiometrisches 14-Bit-JPEG, MPEG-4-Video und 40-s-Sprachnotizen auf einer 8-GB-SD-Karte (über 6000 Bilder).
- Im Feld: 3 kg und 335 × 160 × 172 mm, Li-Ion-Akku für 3 h Dauerbetrieb oder externe Versorgung mit 10-15 V DC, IP54 und Betrieb von −15 °C bis +50 °C.
Vorteile
Inspektion ohne Abschaltung
Die passive Thermografie im Band 9,8-11,2 µm, in dem SF6 stark absorbiert, lokalisiert die genaue Leckstelle aus der Entfernung – ohne Abschaltung, ohne Zusatzbeleuchtung und ohne speziellen Hintergrund.
Gekühlter Detektor, doppelte Aufgabe
Der gekühlte QWIP-Detektor mit 320 × 256 liefert kontrastreiche Bilder bei einer thermischen Empfindlichkeit (NETD) von ≤ 0,025 °C sowie eine genaue Temperaturmessung von −40 °C bis +500 °C. Damit deckt die Kamera auch die routinemäßige Thermografieinspektion ab.
Für den Einmannbetrieb ausgelegt
Mit 3 kg Gewicht, drehbarem Griff und Sucher, HD-OLED-Okular und 5-Zoll-Touchscreen eignet sich die Kamera für Feldinspektionen durch eine einzelne Person – aus jedem Blickwinkel.
Mehr als SF6
Zu den weiteren detektierbaren Gasen zählen Essigsäure, Ammoniak, FREON-12, Cyanacrylat, Ethylen, Chlordioxid und MEK.
Vollständige Dokumentation im Feld
Speicherung radiometrischer Bilder und Videos mit Sprachkommentar, integrierte Kamera im sichtbaren Bereich und HDMI-Ausgang für vollständige Inspektionsberichte.
Anwendungen
- SF6-Lecksuche in gasisolierten Schaltanlagen und Leistungsschaltern.
- Vorbeugende Inspektion von Schaltanlagen unter Spannung.
- Aufspüren von Emissionen umweltschädlicher Gase.
Über das Produkt
SF6 wird in der gesamten Elektrizitätswirtschaft als Isolier- und Löschmedium in gasisolierten Schaltanlagen und Leistungsschaltern eingesetzt. Das Aufspüren von Lecks schützt sowohl die Anlage als auch die Umwelt. Die TC706 dokumentiert jeden Befund mit radiometrischen Bildern, Videos und Sprachnotizen für vollständige Berichte.
Zu den Analysewerkzeugen gehören bis zu 10 verschiebbare Messpunkte, 5 Flächen, 2 Linien sowie Profil-, Isothermen- und Temperaturdifferenzfunktionen mit Sprach- und Farbalarmen.
Technische Daten
| Detektor | Gekühlter QWIP, 320 × 256 |
| Spektralbereich | 9,8-11,2 µm (Maximum 10,55 µm) |
| Thermische Empfindlichkeit (NETD) | ≤ 0,025 °C bei 30 °C |
| Temperaturbereich | −40 °C bis +500 °C; ±2 °C oder ±2 % |
| Anzeigen | HD-OLED-Sucher; 5-Zoll-Touchscreen |
| Akku | Li-Ion, 3 h Dauerbetrieb |
| Schutzart | IP54; −15 °C bis +50 °C |
| Gewicht | 3 kg |
| Sichtfeld / Mindestfokus | 14,5° × 10,8° / 0,5 m oder 24° × 18° / 0,3 m |
| Räumliche Auflösung (IFOV) | 0,79 oder 1,13 mrad |
| Bildrate und Zoom | 60 Hz; 1-4× elektronischer Zoom |
Häufige Fragen
Mit welcher OGI-Kamera lassen sich SF6-Lecks sehen?
Mit einer Kamera mit gekühltem Detektor, die im Absorptionsband von SF6 arbeitet. Die TC706 nutzt einen gekühlten QWIP-Detektor mit 320 × 256 bei 9,8-11,2 µm, mit NETD ≤ 0,025 °C bei 30 °C und 60 Hz, sodass das entweichende Gas als Gasfahne in Echtzeit auf dem Bildschirm erscheint – ohne speziellen Hintergrund oder Zusatzbeleuchtung.
Welche Optik ist die richtige, und wie nah fokussiert sie?
Die TC706 arbeitet mit einem Sichtfeld von 14,5° × 10,8° (IFOV 0,79 mrad, Mindestfokus 0,5 m), das die feinere räumliche Auflösung bietet, oder von 24° × 18° (IFOV 1,13 mrad, Mindestfokus 0,3 m), das aus der Nähe ein größeres Feld erfasst; in beiden Fällen mit 1-4× elektronischem Zoom.
Wie erkennt die Kamera SF6?
Durch passive Thermografie im Band 9,8-11,2 µm, in dem SF6 Infrarotstrahlung stark absorbiert: Das entweichende Gas erscheint als Gasfahne in Echtzeit auf dem Bildschirm.
Muss die Anlage freigeschaltet werden?
Nein. Lecks werden aus der Entfernung lokalisiert, während die Anlage unter Spannung und in Betrieb ist.
Kann sie auch Temperaturen messen?
Ja. Sie misst von −40 °C bis +500 °C mit einer Genauigkeit von ±2 °C oder ±2 %, mit Punkt-, Flächen-, Linien-, Profil- und Isothermenanalyse.
Wie werden Befunde dokumentiert?
Mit radiometrischen Bildern und Videos, Sprachnotizen von 40 s, der integrierten Kamera im sichtbaren Bereich und dem HDMI-Ausgang.









