Die Durchführung ist das Bauteil, das die Metallwand eines Transformators oder eines Gehäuses durchdringt, um den Leiter nach außen zu führen. Ihre Aufgabe ist es, das elektrische Feld zwischen dem Leiter, der auf voller Spannung liegt, und dem Flansch, der auf Erdpotenzial liegt, über wenige Zentimeter hinweg zu steuern.
In der Hochspannung erreicht man das durch kapazitiven Aufbau: konzentrische Lagen aus öl- oder harzgetränktem Papier, getrennt durch leitfähige Folien, die als Beläge in Reihe geschalteter Kondensatoren wirken und das Potenzial staffeln. Dieser Aufbau heißt Kondensatordurchführung und besitzt einen Messanschluss, der Zugang zur äußersten Lage gibt.
Sie ist ein kritisches Bauteil: ein spürbarer Teil der katastrophalen Transformatorschäden beginnt in einer Durchführung. Überwacht wird sie über diesen Messanschluss durch Messung von Kapazität und Verlustfaktor — eine durchgeschlagene Lage ändert die Kapazität auf charakteristische Weise —, durch Thermografie der Porzellanisolation und über den Ölzustand. Online-Monitore verfolgen Betrag und Winkel des Ableitstroms aller drei Durchführungen zugleich.