Die Messung des Wicklungswiderstands speist Gleichstrom in die Wicklung ein und liest den Spannungsabfall im Vierleiterverfahren, das den Widerstand der Prüfleitungen eliminiert. Die Werte reichen von wenigen Milliohm bei Unterspannungswicklungen bis zu einigen zehn Ohm bei Oberspannungswicklungen.
Sie deckt Windungsschlüsse, kalte Lötstellen, lose Verbindungen und verschlissene Stufenschalterkontakte auf. Verglichen wird zwischen den Phasen, wo die Unsymmetrie 2 % nicht überschreiten sollte, und gegen die Historie des Betriebsmittels nach Umrechnung auf eine Bezugstemperatur, da sich Kupfer um 0,4 % je Grad ändert.
Die praktische Schwierigkeit ist die Induktivität der Wicklung: Der Strom muss sich einschwingen, was bei einem großen Leistungstransformator mehrere Minuten dauern kann, und der Kern muss anschließend entmagnetisiert werden, damit die folgenden Prüfungen nicht verfälscht werden.