Für die Prüfung am Batterieentlader (BD) werden folgende Komponenten benötigt:
- Spannungsprüfgerät (Voltmeter)
- Batterie (von 12 V bis zur höchsten für den BD zulässigen Spannung)
Fehlerbehebung
A) Die 2 Seitenwände und die Abdeckung abnehmen. Prüfen, ob alle Steckverbinder und Verbindungen korrekt sitzen.

B) Den BD bei abgeklemmter Batterie an die Netzversorgung anschließen.
Den Hauptschalter einschalten.
Prüfen, ob das Display aufleuchtet.
Prüfen, ob alle Lüfter laufen, und die Spannungen am Transformator messen (Bild 2).
EINGANG: 0–230 V AC oder 0–115 V AC
AUSGANG: 0–24 V AC und 0–230=V AC
Laufen einzelne Lüfter nicht, ist zu prüfen, ob sie korrekt versorgt werden.

Leuchtet die Displayplatine nicht, die Eingangsspannung an der Platine prüfen (Bild 3) und die Sicherungen am Transformator kontrollieren. Die VERSORGUNGSSPANNUNG am Eingang der Digitalplatine beträgt 26–28 V DC (bezogen auf GND als 0 V). Ist die Versorgung in Ordnung, leuchtet die Digitalplatine aber nicht, muss die Platine ersetzt werden.

Ist die Spannung am Transformator in Ordnung, die Platine aber nicht versorgt, den Gleichrichter prüfen (Bild 4).

Ist die Versorgung in Ordnung, zeigt das Display eine Spannung von 0 V/0,5 V an.

Nach einigen Sekunden zeigt das Display die Endentladespannung an (Bild 6).

E) Für den Start eines Entladezyklus dieselben Anweisungen wie im Handbuch befolgen.
- 1. SET drücken, um die Endentladespannung (00.0V) zu bestätigen. Das Display zeigt die maximale Entladezeit (10.0H) an.
- 2. SET drücken, um zu bestätigen. Das Display zeigt (RDY) an.
- 3. UP und DOWN gleichzeitig drücken, um den Entladezyklus zu starten. Steht das Hauptstrompotentiometer (POT1 – siehe Schaltpläne) auf 0, zeigt das Display ( 0A ) an. Steht POT1 nicht auf 0, zeigt das Display POT an. POT1 auf 0 stellen.
- 4. Das Hauptpotentiometer auf einen von 0 abweichenden Wert stellen.
Das Display zeigt einen Strom von 0 A an. Zeigt das Display weiterhin POT an, mit Punkt G) fortfahren.
F) Hinter der Displayplatine prüfen, ob die 2 im folgenden Bild gezeigten Relais beide geschlossen sind.

Für die Prüfung die Durchgängigkeit des Stromkreises mit dem Prüfgerät zwischen den Pins 1-3 und den Pins 4-6 des Steckverbinders CNRL messen (Bild 7). Sind die 2 Relais beide geschlossen ==> OK (weiter mit Punkt H, andernfalls mit Punkt G).
G) Sind die 2 Relais beide offen, ist zu prüfen, ob der Schalter C1 (siehe Schaltpläne) im Inneren des Hauptpotentiometers geschlossen ist. Die folgenden Bilder zeigen die Hauptpotentiometer (alte und neue Ausführung) und die Pins des Schalters C1.
Besteht Durchgang zwischen den beiden Pins von C1, sind die beiden Relais REL1 und REL2 aber nicht beide geschlossen, ist die Displayplatine zu ersetzen. Besteht kein Durchgang zwischen den beiden Pins von C1, ist das Hauptstrompotentiometer zu ersetzen.

H) Prüfen, ob die Treiberplatine versorgt wird (siehe folgendes Bild). Nur die grüne LED darf leuchten. Ist das der Fall, mit Punkt I fortfahren.

Leuchtet die rote LED LR1, ist der Durchgang an den Pins des Thermistoreingangs zu prüfen (Bild 10).

Besteht kein Durchgang, erneut prüfen, ob REL2 der Steuerplatine geschlossen ist (Punkt F), und den Durchgang der drei Thermistoren messen (2 am Widerstandspaket und 1 in der Nähe des IGBT-Moduls). Bild 11 und 12. Auch die Verdrahtung prüfen, die die Thermistoren mit den beiden Platinen verbindet. Besteht kein Durchgang, ist der Thermistor zu ersetzen.


Leuchtet die gelbe LED und/oder die rote LED LR2 bei nicht angeschlossener Batterie, ist die Treiberplatine zu ersetzen. Sind alle LEDs erloschen, die Versorgung der Treiberplatine prüfen (220 V AC/21 V AC – Bild 10). Erneut prüfen, ob REL1 (Bild 7) der Displayplatine geschlossen ist und die zugehörige Verdrahtung in Ordnung ist. Ist die Versorgung des Treibers nicht in Ordnung, erneut die Ausgangsspannung des Transformators, die Sicherungen und die Verdrahtung prüfen. Ist die Versorgung in Ordnung, bleibt der Treiber aber aus, ist die Treiberplatine zu ersetzen.
I) Der Treiber wird korrekt versorgt. Prüfen, ob das Ausgangsschütz T0 geschlossen ist (Bild 13).

Ist es offen, die Versorgung des Schützes (+DCMAC / -DCMAC am Treiber) und die Verdrahtung prüfen (Bild 10 und 14). Die Versorgungsspannung am Schütz muss 16–19 V DC betragen. Weicht die Spannung ab, eine der Verbindungen +DCMAC oder -DCMAC trennen und den Ausgang +DCMAC/-DCMAC am Treiber erneut messen (Bild 15). Ist die Ausgangsspannung in Ordnung, das Schütz T0 tauschen. Ist die Ausgangsspannung nicht in Ordnung, die Treiberplatine tauschen.


L) Die Treiberplatine ist eingeschaltet (nur die grüne LED leuchtet) und das Schütz T0 ist geschlossen. Die folgenden Spannungen auf der Treiberplatine prüfen (Bild 16).

GND ist die 0-V-Referenz. Die Spannung an +10V muss zwischen 9 und 10 V liegen. POT-I: werden die beiden Strompotentiometer von 0 A auf den Höchstwert gedreht, ändert sich die Spannung an diesem Pin von 0 V auf 9/10 V.
Ist die Spannung an +10V nicht in Ordnung, die beiden roten Leitungen von dem in Bild 16 gezeigten Steckverbinder abziehen und die Spannung an +10V erneut messen. Ist der Wert dann korrekt, liegt das Problem am Strompotentiometer: die beiden Strompotentiometer ersetzen (die beiden Strompotentiometer werden als Ersatzteil gemeinsam geliefert).
Ist die Spannung an +10V weiterhin nicht in Ordnung, die Treiberplatine ersetzen.
Ist die Spannung +10V in Ordnung, die Spannung an POT-I jedoch nicht, die Strompotentiometer ersetzen.
Die folgenden Spannungen auf der Treiberplatine prüfen (Bild 17):

E2 ist die 0-V-Referenz. Die Spannung an G2 muss zwischen 13 und 15 V liegen. Ist die Spannung nicht in Ordnung, den Steckverbinder trennen und die Spannung an G2 erneut messen (Bild 18). Die Batterie muss abgeklemmt sein.

Ist die Spannung jetzt in Ordnung, das IGBT-Modul ausbauen und nach dem Verfahren „PRÜFUNG DES IGBT-MODULS“ prüfen. Ist das IGBT-Modul beschädigt, gemäß Punkt Q den einwandfreien Zustand des Widerstandspakets prüfen.
Ist die Spannung nicht in Ordnung und/oder wirkt der Gate-Widerstand (Bild 18) verbrannt, den Treiber ersetzen und das IGBT-Modul nach dem Verfahren „PRÜFUNG DES IGBT-MODULS“ prüfen. Sind sowohl das IGBT-Modul als auch die Treibersteuerplatine beschädigt, liegt das Problem wahrscheinlich am Widerstandspaket. Gemäß Punkt Q den einwandfreien Zustand des Widerstandspakets prüfen.
M) Sind alle bisherigen Prüfungen in Ordnung, den BD ausschalten und die Batterie anschließen. Prüfen, ob die Kondensatorbank (CAP) korrekt vorgeladen ist (Bild 19).

Die Spannung muss einige Volt unter der Batteriespannung liegen (Batteriespannung = 24 V ==> die Spannung auf der Kondensatorplatine muss 22–23 V betragen).
Die Spannung steigt langsam bis auf den Wert der Batteriespannung an.
Ist die Spannung an den Kondensatoren nicht in Ordnung, die Ausgangssicherung (FUSE) und den Vorladekreis (R4 und D1) prüfen. Siehe Schaltpläne. Beschädigte Bauteile ersetzen. Wirkt alles in Ordnung, beträgt die Spannung auf der Kondensatorplatine aber 0 V, die Batterie sofort abklemmen und die Kondensatorplatine ersetzen.
N) Den Hauptschalter einschalten. Prüfen, ob die Digitalplatine die Batteriespannung korrekt einliest und anzeigt. Ist die Batteriespannung nicht in Ordnung, die Batteriespannung auf der Treiberplatine messen (Bild 20) und die Verbindung (siehe Schaltpläne) sowie den Steckverbinder prüfen.

Ist die Batteriespannung an der Digitalplatine in Ordnung, der angezeigte Wert jedoch falsch, ist das „Verfahren zur Einstellung der Digitalplatine“ anzuwenden. Lässt sich das Problem damit nicht lösen, ist die Displayplatine zu ersetzen.
O) Prüfen, ob die Leistungsschütze T1 und T2, die die Widerstandsbank schalten, in der richtigen Konfiguration stehen (Bild 21).

Dies sind die Konfigurationen von T1 und T2 bei den Standardmodellen BD 96V-200A und 48V-200A. (Bei einem Sondermodell oder einer anderen Bauform wenden Sie sich an den Amperis Kundendienst.)
| BD 96/200 | ||
| BATTERIESPANNUNG | T1 | T2 |
| V_BATT > 82V | OFF (OFFEN) | OFF (OFFEN) |
| 82V > V_BATT > 60V | OFF (OFFEN) | OFF (OFFEN) |
| 60V > V_BATT >38V | ON (GESCHLOSSEN) | OFF (OFFEN) |
| 38V > V_BATT | ON (GESCHLOSSEN) | ON (GESCHLOSSEN) |
| BD 48/200 | ||
| BATTERIESPANNUNG | T1 | T2 |
| V_BATT > 38V | OFF (OFFEN) | OFF (OFFEN) |
| 38V > V_BATT > 28V | OFF (OFFEN) | ON (GESCHLOSSEN) |
| 28V > V_BATT > 14V | ON (GESCHLOSSEN) | OFF (OFFEN) |
| 14V > V_BATT | ON (GESCHLOSSEN) | ON (GESCHLOSSEN) |
Sind die Konfigurationen von T1 und T2 nicht in Ordnung, ist zu prüfen, ob die Schütze korrekt versorgt werden (dabei wie unter Punkt I für T0 beschrieben vorgehen). Sind die Schütze in Ordnung, scheint das Problem aber an der Digitalplatine zu liegen, ist das „Verfahren zur Einstellung der Digitalplatine“ anzuwenden.
Lässt sich das Problem nicht lösen, ist die Digitalplatine zu ersetzen.
P) Für den Start eines Entladezyklus dieselben Anweisungen wie im Handbuch befolgen (siehe auch Punkt E).
Wurden alle Punkte korrekt abgearbeitet und ist alles in Ordnung, muss der BD arbeiten und beginnen, Strom aus der Batterie zu entnehmen.
Der Strom wird über das Potentiometer geregelt. Ist der Strom nicht regelbar und/oder brennt die Sicherung durch, sind die Punkte H bis M zu Treiberplatine, IGBT-Modul und Strompotentiometer erneut zu prüfen und gemäß Punkt Q das Widerstandspaket zu kontrollieren.
Außerdem prüfen, ob die Shunt-Signale (+SH und -SH) korrekt an die Treiberplatine angeschlossen sind (Bild 22).

Arbeitet der BD, zeigt das Display aber einen Strom von null an, ist das Signal I_READ vom Treiber zu prüfen (Bild 23 und Bild 24).


Dieses Signal muss von 0 V bis 9/10 V reichen, wobei 10 V dem maximalen Nennausgangsstrom entspricht (normalerweise 200 A). Ist das Signal in Ordnung, zeigt das Display aber 0 A oder einen falschen Wert an, ist das „Verfahren zur Einstellung der Digitalplatine“ anzuwenden. Besteht das Problem weiter, ist die Digitalplatine zu ersetzen.
Ist das Signal nicht in Ordnung, die Verbindung von I_READ trennen und das Signal am Treiber messen (Bild 23). Ist das Signal nicht in Ordnung, den Treiber ersetzen.
Betrifft das Problem die Software der Digitalplatine, zum Beispiel:
Fehler bei der Zeit- oder Ah-Zählung oder Fehler bei der Einstellung der maximalen Zeit oder der minimalen Entladespannung, wenden Sie sich an Ihren Kundendienst.
Q) Für den Start eines Entladezyklus dieselben Anweisungen wie im Handbuch befolgen (siehe auch Punkt E). Sind Schütze, Displayplatine und Treiberplatine in Ordnung und scheinen auch die Potentiometer zu funktionieren, beträgt der Entladestrom aber 0 A, ist der Zustand des Widerstandspakets zu prüfen.
Dazu bei ausgeschaltetem BD mit einem Prüfgerät die elektrische Durchgängigkeit des Widerstandspakets messen. Besteht kein Durchgang, muss das Widerstandspaket ersetzt werden. Ist das Widerstandspaket beschädigt, sollte auch das IGBT-Modul geprüft werden, das ebenfalls beschädigt sein kann.

Wurden alle diese Punkte abgearbeitet und ist alles in Ordnung, muss der BD funktionieren. Treten Probleme auf, lässt sich mit diesem Verfahren die mögliche Ursache eingrenzen; senden Sie anschließend eine E-Mail an Ihren Kundendienst.