Was ist Relaisprüfung und wie wird geprüft?

In Hoch- und Mittelspannungsanlagen sind Relais die am häufigsten eingesetzten Geräte. Ihr Hauptzweck besteht darin, einen fehlerhaften Abschnitt innerhalb weniger Perioden freizuschalten und dabei die Unterbrechung für die fehlerfreien Abschnitte möglichst gering zu halten. Ein ideales Relais wirkt, bevor der Schaden im fehlerhaften Abschnitt eintritt. Die Kontakte eines Relais verschmutzen im Betrieb oder werden durch Kohlepartikel und Ähnliches beeinträchtigt. Daher ist es sowohl für den Hersteller als auch für den Endanwender sinnvoll, das Verhalten des Relais nach bestimmten Zeitabständen zu überprüfen.

Mit der Zeit hat sich die Relaistechnik weiterentwickelt und damit auch die Relaisprüfung. Für die neuesten Mikroprozessorrelais wurde eine ganze Reihe von Prüfsystemen entwickelt. Amperis liefert kompakte und leichte Relaisprüfgeräte mit den Werkzeugen, die zum Prüfen von Schutzrelais und Messgeräten erforderlich sind. Die Geräte bewältigen alle Aufgaben, für die früher großes Gerät nötig war.

Heutige Schutzrelais bieten zahlreiche Schutzfunktionen, die eine neue Stufe verfeinerter Prüfsoftware und -hardware verlangen, um die Funktion der Einheit unter realen Bedingungen vollständig analysieren zu können. Die Relaisprüfung und alle ihre Facetten lassen sich mit modernen Relaisprüfgeräten problemlos beherrschen. Früher galten Relaisprüfgeräte als schwer und unhandlich, und ihr Transport ins Feld war eine mühsame Aufgabe. Heute sind Relaisprüfgeräte dank des technischen Fortschritts kleiner und einfach zu bedienen.

Mit der vollständigen Reihe der Amperis-Relaisprüfgeräte lässt sich jede Phase der Relaisprüfung wirksam durchführen. In diesem Sinne bietet Amperis ein Programm an Relaisprüfgeräten, das den gesamten Anwendungsbereich abdeckt. Zu den Relaisprüfgeräten von Amperis gehören:

Zweck der Relaisprüfung:

Relais sind im Unterschied zu integrierten Schaltungen diskrete Bauelemente; sie liefern ein Logiksignal geringer Leistung, um einen wesentlich größeren Leistungskreis zu steuern. Das Relais trennt den Hochspannungskreis vom Niederspannungs-Logikkreis und schützt so den Kreis mit geringer Leistung. Dazu besitzt das Relais eine kleine elektromagnetische Spule, die vom Logikkreis gesteuert wird; wird die Spule erregt, ergibt sich ein magnetisierter Kontakt mit hoher Leistungsbemessung, der den Hochleistungskreis einschaltet.

Ein Beispiel dafür ist das Relais, das die Scheinwerfer eines Autos mit hohem Strom versorgt. Über die Steuerung des Relais schaltet die Niederspannungslogik des Armaturenbretts die Scheinwerfer ein.

Relaisprüfgeräte:

Ein Relais besitzt in der Regel eine Spule, einen Kontaktsatz und einen Pol. Bei der Relaisprüfung werden zwei Kontaktarten unterschieden: Schließer und Öffner. Schließer (N/O) sind die Kontakte, die bei nicht angesteuertem Relais offen sind; Öffner (N/C) sind die Kontakte, die bei nicht angesteuertem Relais geschlossen sind.

Der Einsatz von Relaisprüfgeräten setzt entsprechende Kenntnisse voraus: Die Funktionsweise des Geräts muss verstanden sein. Es gibt zahlreiche neue Produkte für die Relaisprüfung, jedes mit einer Betriebsanleitung, die das Verständnis der Funktion erleichtert.

Moderne Relaisprüfgeräte enthalten in der Regel Merkmale wie:

  • Linearverstärker im Schaltbetrieb oder mit Gegenkopplung,
  • Schutz gegen offene Kanäle, Übertemperatur, kurzgeschlossene Spannungskanäle und interne Fehler.
  • Sie sind mit einem intelligenten Steuersystem ausgeführt, das das Energiesystem realistisch nachbildet.

Um Schäden zu vermeiden und Relaisprüfgeräte optimal zu nutzen, ist es unerlässlich, vor dem Einsatz die Grundlagen des Geräts zu kennen:

  • Lagern und transportieren Sie das Prüfgerät sachgerecht.
  • Versuchen Sie nicht, 1800 W über ein Verlängerungskabel von 100' mit 14 AWG oder eine unterdimensionierte Werkbankverdrahtung zu führen.
  • Achten Sie auf Bedingungen, unter denen Kondenswasser entsteht.
  • Halten Sie die Lüftungsöffnungen frei und verhindern Sie, dass Fremdkörper in das Prüfgerät gelangen.
  • Schließen Sie einen Stromverstärker niemals an eine externe Spannungsquelle wie eine Batterie oder eine andere Quelle an.
  • Versuchen Sie nicht, mit dem Kontaktausgang den Leistungsschalter auszulösen, eine Einschaltspule anzusteuern oder eine nennenswerte Last zu schalten.