Das Zuschalten eines Hochspannungsleistungsschalters auf eine lange Leitung oder eine Kondensatorbank erzeugt einen Ausgleichsvorgang, der ein Mehrfaches der Nennspannung erreichen kann. Zur Dämpfung besitzen manche Schalter einen Hilfskontakt in Reihe mit einem Widerstand, der einige Millisekunden vor dem Hauptkontakt schließt und den Einschaltstrom begrenzt.
Die Zeitmessung muss zweierlei prüfen: den Ohmwert dieses Widerstands und die Vorschaltzeit, also wie viele Millisekunden er eingeschaltet bleibt, bevor der Hauptkontakt ihn überbrückt. Beide Größen driften mit der Alterung des Antriebs.
Sie zu erfassen verlangt, dass der Analysator in derselben Aufzeichnung drei Zustände statt zwei unterscheidet — offen, über den Widerstand, und geschlossen. Geräte, die das nicht können, lesen schlicht ein vorzeitiges Einschalten und geben eine falsche Zeit aus.