Tritt im Inneren eines metallgekapselten Schaltfelds eine Teilentladung auf, sucht der Impulsstrom den Weg zur Erde und erzeugt dabei einen sehr kurzen Spannungssprung an der Außenfläche des Gehäuses. Dieser Sprung, in der Größenordnung von Millivolt bis zu einigen zehn Volt und mit einer Anstiegszeit im Nanosekundenbereich, wird als TEV bezeichnet.
Sein großer praktischer Vorteil: Er wird von außen gemessen, indem ein kapazitiver Sensor an das Blech des Feldes gehalten wird — ohne Öffnen und ohne Freischalten. Damit wird die TEV-Prüfung zu einem schnellen Rundgang, der sich über eine ganze Mittelspannungsanlage häufig wiederholen lässt.
Der Messwert wird in dBmV angegeben und im Vergleich beurteilt: zwischen benachbarten Feldern, gegen den Grundpegel des Raums und gegen die Historie desselben Punktes. Ein einzelner Wert sagt wenig; auffällig ist ein Feld, das sich von seinesgleichen abhebt oder über die Zeit ansteigt.