Der RMM (Rotating Machine Monitor) ist ein kontinuierlich arbeitender Teilentladungsmonitor, der zusätzlich Betriebsgrößen erfasst, speichert und miteinander korreliert. Der RMM liefert Informationen zum Zustand der Statorwicklungsisolierung von Motoren und Generatoren in Mittel- und Hochspannung und lässt sich an Frequenzumrichtern (VFD) einsetzen. Die Kommunikationsoptionen des RMM stellen Daten und Meldungen zeitnah bereit und unterstützen so die Entscheidungen des Instandhaltungs- und Asset-Management-Personals.
Der RMM blickt tiefer in die Wicklung
Koppelkondensatoren allein erfassen etwa 10-15 % der Wicklung: die ersten zwei oder drei Spulen bei großen Motoren und Wasserkraftgeneratoren und den ersten Stab bei großen Turbogeneratoren. Der RMM kann dagegen Daten vorhandener RTD-Sensoren übernehmen und tiefer in die Wicklung blicken, sodass die Teilentladungsaktivität rotierender Maschinen fortlaufend nachvollziehbar bleibt.
Der Einsatz eines RMM senkt damit die Kosten, verbessert die Sicht auf den Maschinenzustand und erspart Planung und Montage neuer Sensoren.
Optimierte Bauweise
Der RMM verfügt über mindestens fünfzehn unabhängige, gleichzeitig überwachte, hochempfindliche und vom Anwender konfigurierbare Eingangskanäle. Das Signal-Rausch-Verhältnis gehört zu den besten der Branche; anschließen lassen sich Teilentladungssensoren beliebiger Hersteller.
Der RMM ist mehr als ein Teilentladungsmonitor. Es stehen Eingänge für sechs RTD-Wicklungstemperaturen, drei Lastströme, drei Spannungen und sechs anwenderdefinierte Eingänge (4 – 20 mA) zur Verfügung. Der RMM kann eine Motorstromsignaturanalyse durchführen, um gebrochene Läuferstäbe in Asynchronmaschinen zu erkennen. Er speichert Daten von bis zu zwei Jahren nach dem First-in-First-out-Verfahren (FIFO).
Der RMM ist auch in einem explosionsgeschützten Gehäuse verfügbar.
Mit Daten fundiert entscheiden
Die Dashboard-Software stellt die Daten grafisch dar. Sie erlaubt es, die Messtechnik zu konfigurieren, Daten herunterzuladen und zu speichern und Werkzeuge zur Darstellung und Auswertung zu nutzen. Die Software bildet den zeitlichen Verlauf aller Standardgrößen, der Impulszahlen, der Teilentladungsintensität sowie der Betriebsgrößen ab. Mehrere Kanäle lassen sich auf demselben Bildschirm darstellen und so einfach vergleichen und auswerten.
Als Kommunikationsschnittstellen stehen Ethernet, USB und RS-485 mit dem Standardprotokoll ModBus zur Verfügung. DNP-3 ist auf Anfrage verfügbar. Potentialfreie Relaiskontakte melden den Zustand des Monitors und Alarmzustände.
