Diese Geräte, auch als Erdungsmessgeräte oder Tellurometer bezeichnet, dienen dazu, die Erdung zu messen und zu prüfen und so die Sicherheit des Personals zu gewährleisten, das an der betreffenden Anlage arbeitet. Zur Veranschaulichung ein Beispiel: ein neu gebautes Haus. Da das Haus mit Schaltern, Zähler und Umschalter elektrisch ausgerüstet werden muss, ist eine gute Verbindung zwischen der Erde und den daran angeschlossenen Elektroden beziehungsweise Anschlusspunkten erforderlich. Um eine ausreichende elektrische Durchgängigkeit zwischen leitfähigen Betriebsmitteln und Erde sicherzustellen, ist die Messung des Erdungswiderstands daher unverzichtbar. Für das Verständnis der Arbeitsweise dieses Messgeräts sind zunächst die wichtigsten Fachbegriffe zu klären.
Erdungswiderstand
Der Erdungswiderstand ist der Widerstand zwischen der unendlich ausgedehnten Erde und dem Erder. Er hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:
1. dem Widerstand des eingebrachten Erders,
2. dem Übergangswiderstand zwischen der Oberfläche des Erders und dem Boden,
3. dem Bodenwiderstand im Bereich zwischen Erder und Erde.
In der Regel wird nur der Bodenwiderstand geprüft, da die ersten beiden Faktoren gegenüber dem dritten von geringerer Bedeutung sind.
Als maßgeblicher Faktor hängt der Bodenwiderstand seinerseits vor allem von folgenden Größen ab:
- Körnungsverteilung des Bodens
- Bodentemperatur
- chemische Zusammensetzung
- elektrische Leitfähigkeit durch Elektrolyse
Zu beachten ist, dass sich der Bodenwiderstand deutlich verbessern lässt, indem die Umgebung des Erders mit einem löslichen Stoff wie Natriumchlorid (NaCl), also gewöhnlichem Kochsalz, verfüllt wird; es ist das für diesen Zweck am häufigsten verwendete Mittel. Für die Errichtung der Erdungsanlage sind außerdem feuchte Bodenarten wie nasser lehmiger Boden oder Ton den trockenen Böden mit Kies-, Kreide- oder Kalkanteil sowie trockenem Sand vorzuziehen. Steinige Böden sollten gemieden werden.
Erdungswiderstandsmessgerät / Erdungsprüfgerät
Erdungsprüfgeräte und Erdungswiderstandsmessgeräte dienen dazu, den Widerstand des Erdbodens gegen den Stromfluss zu prüfen und elektrische Erdungsanlagen zu bewerten. Sie stellen eine optimale elektrische Durchgängigkeit zwischen leitfähigen Objekten und Erde sicher. Das Betriebsmittel wird tief geerdet, um einen günstigeren Bodenwiderstand zu erreichen, und anschließend dauerhaft über eine Erdverbindung mit wirklich niedriger Impedanz und ausreichender Strombelastbarkeit mit der Erde verbunden. So wird der Aufbau einer gefährlichen Spannung vermieden, die durch einen Erdfehlerstrom entstehen kann.
Funktionen:
Es gibt eine Reihe von Erdungsprüfgeräten für unterschiedliche Zwecke, die mehrere wichtige Funktionen erfüllen:
- Eine der Hauptfunktionen dieser Prüfgeräte ist das Erfassen von Messwerten wie Erdungswiderstand der Anlage, Isolationswiderstand, Erdungsdurchgang, Ableitstrom und Schutzleiterdurchgang (ground bond). Für jede dieser Messgrößen gibt es entsprechend ausgelegte Erdungsprüfgeräte. Den Erdungswiderstand der Anlage und den Isolationswiderstand messen Erdungswiderstandsmessgeräte selbst.
Weitere wesentliche Funktionen können sein:
- Messung von Erdungsdurchgang, Ableitstrom und Schutzleiterdurchgang. Geräte für die Durchgangsprüfung der Erdung sind die Instrumente, mit denen diese Messwerte an verschiedenen elektrischen Betriebsmitteln erfasst werden.
- Messung von Erdungsanlagen für Infrastrukturvorhaben wie Straßen- und Hochbau sowie für Telekommunikationsprojekte (Errichtung von Funktürmen, Lichtwellenleiter) und für weitere Anwendungen.
- Isolationswiderstandsmessgeräte erfassen den Widerstand von Isolierstoffen.
- Ableitstrom-Prüfgeräte messen den Strom, der gegen Erde abfließt. Diese Gerätegruppe ist wichtig für die Sicherheit von Betriebsmitteln, die sich im Umfeld von Personen befinden.
- Erdungswiderstandsmessgeräte mit Schutzleiterprüfung werden bei der Schutzleiter- oder Hochstrom-Durchgangsprüfung eingesetzt, um die elektrische Unversehrtheit eines Betriebsmittels zu bestätigen.
- Weitere Bauarten von Erdungswiderstandsmessgeräten sind ebenfalls ohne Weiteres verfügbar und decken die unterschiedlichen Anforderungen beim Errichten von Erdungsanlagen ab.
Erdungswiderstands- und Bodenwiderstandsmessgeräte von Amperis
Erdungswiderstands- und Bodenwiderstandsmessgerät AMRU-30
- Ergonomisches Gerät
- Breites Anwendungsspektrum
- Mit doppelter Isolierung, Messkategorie CAT III 300 V und Schutzart IP65

Erdungswiderstands- und Bodenwiderstandsmessgerät AMRU-21
- Nach EN 55761 und IEC 61557 ausgeführt, verfügt das Gerät über eine doppelte elektrische Isolierung,
- die Messkategorie ist CAT IV 300 V nach EN 61010-1, und
- die Schutzart des Gehäuses ist IP54 nach EN 60529.

Multifunktionsmessgerät für elektrische Anlagen AMPI-525
Speziell für die Messung der Kurzschlussschleifenimpedanz ausgelegt, mit:
- Impedanzmessung mit 23 A (44 A zwischen den Phasen)
- Kurzschlusswiderstand RZW = 10 Ω,
- Messbereich: 95–440 V,
- Frequenz 45–65 Hz und vieles mehr

Erdungswiderstands- und Bodenwiderstandsmessgerät und Multifunktionskoffer AMPI-520
- Geeignet für Diagnose und Analyse gemäß der Norm IEC 61557.
- Ausgelegt für die Messung und Aufzeichnung mehrerer Parameter wie Wechselspannung, Strom und Leistung.

Erdungswiderstands- und Bodenwiderstandsmessgeräte AMRU-120
Für die Messung von:
- Widerstand von Erdungsverbindungen mit Hilfselektroden,
- Widerstand von Erdungsverbindungen mit Hilfselektroden und Zangen, für die Messung an mehrfach geerdeten Verbindungen,
- Prüfung des Bodenwiderstands nach dem Wenner-Verfahren und weiteres.

Erdungswiderstands- und Bodenwiderstandsmessgeräte AMRU-200
- Einziges Messgerät auf dem Markt, das alle Messverfahren nutzt: Erdungswiderstandsmessung im 2-Pol-, 3-Pol- und 4-Pol-Verfahren.
- Messung der Stoßerdimpedanz mit zwei Arten von Messimpuls, 4/10μs und 10/350μs.
