Isolationswiderstand

Widerstand, den ein Isolierstoff dem Strom bei angelegter Gleichspannung entgegensetzt; gemessen in Megaohm oder Gigaohm.

Der Isolationswiderstand ergibt sich, indem eine bekannte Gleichspannung zwischen Leiter und Erde oder zwischen Wicklungen angelegt und der fließende Strom gemessen wird. Der Quotient aus beiden ist der Widerstand, der bei gesunder Isolation von einigen hundert Megaohm bis zu mehreren Teraohm reicht, je nach Betriebsmittel und Prüfspannung.

Es ist die verbreitetste Prüfung in der elektrischen Instandhaltung, weil sie schnell und zerstörungsfrei ist und die beiden häufigsten Probleme erfasst: aufgenommene Feuchtigkeit und Oberflächenverschmutzung. Ihre Grenze liegt darin, dass der Absolutwert stark von Temperatur und Luftfeuchte abhängt, weshalb er selten allein beurteilt wird.

Die Prüfung wird deshalb um zwei Verhältniswerte ergänzt, die aus derselben Messung stammen und nahezu temperaturunabhängig sind: DAR zwischen 30 Sekunden und 1 Minute und der Polarisationsindex zwischen 1 und 10 Minuten. Die Prüfspannung richtet sich nach der Nennspannung des Betriebsmittels, typisch 500 V bis 10 kV.

Geräte für diese Messung

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