OGI-Kamera (Optical Gas Imaging) zur Erkennung von Gaslecks
Mit der TC721 werden Kohlenwasserstoff- und VOC-Lecks aus bis zu 80 m Entfernung auf dem Display sichtbar, während die Anlage unter Spannung und in Betrieb bleibt.
Vorteile
Inspektion ohne Abschaltung
Die Kamera nutzt passive Infrarot-Bildgebung im Band 3,2-3,5 µm, in dem die Zielgase stark absorbieren. Elektrische Betriebsmittel lassen sich unter Spannung aus bis zu 80 m Entfernung inspizieren und bleiben während der gesamten Begehung in Betrieb.
Gekühlter Detektor für schwache Lecks
Der gekühlte Quantentopf-Detektor mit 320 × 256 Elementen erreicht eine thermische Empfindlichkeit (NETD) von ≤ 0,015 °C bei 30 °C und macht Gasfahnen sichtbar, die eine herkömmliche Wärmebildkamera übersehen würde. Zwei Erfassungsmodi stehen zur Verfügung, Standard und mehrstufige Hochempfindlichkeit, sodass dasselbe Gerät auch routinemäßige Infrarot-Temperaturkontrollen abdeckt.
Breite VOC-Abdeckung
Dutzende flüchtige organische Verbindungen lassen sich darstellen, darunter Methan (CH4), Ethan, Propan, Butan, Pentan und Hexan.
Zulassung für explosionsgefährdete Bereiche
Die Einstufung Ex ic nC op IIC T4 Gc erlaubt den Einsatz der Kamera in den potenziell explosionsfähigen Atmosphären petrochemischer und gastechnischer Anlagen.
Vollständige Dokumentation vor Ort
Eine 5-MP-Kamera für den sichtbaren Bereich, die Speicherung radiometrischer Bilder und Videos sowie Sprach- und Textnotizen ermöglichen vollständige Prüfberichte direkt vor Ort.
Anwendungen
- Leckortung in Umspannwerken und an Schaltanlagen unter Spannung.
- Petrochemische Anlagen sowie Öl-, Gas- und Erdgasanlagen.
- Chemie- und Prozessanlagen mit brennbaren Kohlenwasserstoffen und VOC.
Über das Produkt
Die TC721 ist für die frühzeitige, berührungslose Erkennung diffuser Emissionen bestimmt. Die Befunde werden mit radiometrischen Bildern und Videos dokumentiert, ergänzt durch die integrierte Kamera für den sichtbaren Bereich sowie Sprach- oder Textnotizen für vollständige Feldberichte.
Technische Daten
| Detektor | Gekühlter Quantentopf-Detektor, 320 × 256 |
| Spektralbereich | 3,2-3,5 µm (VOC-Absorptionsband) |
| Thermische Empfindlichkeit (NETD) | ≤ 0,015 °C bei 30 °C |
| Arbeitsabstand | Leckortung aus bis zu 80 m |
| Zulassung für explosionsgefährdete Bereiche | Ex ic nC op IIC T4 Gc |
| Erfassbare Gase | Methan (CH4), Ethan, Propan, Butan, Pentan, Hexan und weitere VOC |
Häufige Fragen
Was ist Optical Gas Imaging (OGI)?
Ein passives Infrarotverfahren, das die von Gasen in einem engen Spektralfenster (3,2-3,5 µm) absorbierte Strahlung auswertet. Eine Undichtigkeit erscheint dadurch als bewegte Gasfahne auf dem Display.
Lassen sich elektrische Betriebsmittel unter Spannung inspizieren?
Ja. Lecks werden aus bis zu 80 m Entfernung geortet, ohne das Betriebsmittel außer Betrieb zu nehmen.
Ist die Kamera für explosionsfähige Atmosphären geeignet?
Ja. Sie ist nach Ex ic nC op IIC T4 Gc für den Einsatz in potenziell explosionsfähigen Gasatmosphären zertifiziert.
Wie werden die Befunde dokumentiert?
Mit der Speicherung radiometrischer Bilder und Videos, einer 5-MP-Kamera für den sichtbaren Bereich und Sprach- oder Textnotizen.
