Ein HFCT ist ein Stromwandler für Frequenzen von einigen hundert Kilohertz bis zu einigen zehn Megahertz, weit oberhalb der 50 Hz des Netzes. Sein Kern, meist aus Ferrit und zweigeteilt, wird um einen Leiter gelegt, ohne ihn aufzutrennen.
Angebracht wird er dort, wo der Entladungsstrom zurückfließt: am Schirm eines Kabels, an der Erdung einer Durchführung oder eines Endverschlusses oder am Sternpunkt einer Maschine. Der Impuls einer Teilentladung dauert Nanosekunden und hat daher einen Hochfrequenzanteil, den der HFCT deutlich sieht, während ihn der Netzfrequenzstrom kaum beeinflusst.
Er ist der übliche Sensor für Messungen an Kabeln und rotierenden Maschinen, sowohl bei punktuellen Kampagnen als auch bei dauerhafter Überwachung. Sein Vorteil: er wird angebracht, ohne etwas abzuklemmen, und liefert ein zur Ladung proportionales Signal, das sich in Picocoulomb kalibrieren lässt. Seine Grenze: er braucht eine Stelle, an der der Rückweg zugänglich ist.