Ostwald-Koeffizient

Wie sich jedes Gas zwischen Öl und Gasraum verteilt; ohne ihn lassen sich unterschiedlich gewonnene Messwerte nicht vergleichen.

Ein im Öl gelöstes Gas steht im Gleichgewicht mit demselben Gas im freien Raum darüber. Der Ostwald-Koeffizient ist das Verhältnis zwischen der Konzentration in der Flüssigkeit und der Konzentration im Gas, bei einer gegebenen Temperatur.

Er ist wichtig, weil jedes Gas seinen eigenen hat und diese weit auseinanderliegen: Wasserstoff verteilt sich deutlich zugunsten der Gasphase, während Acetylen und Ethylen überwiegend gelöst bleiben. Ein in der Gasphase genommener und ein im Öl genommener Messwert ergeben nicht dieselbe Zahl, auch wenn der Transformator im selben Zustand ist.

Deshalb ist er unverzichtbar beim Vergleich von Ergebnissen aus verschiedenen Verfahren — Vakuumextraktion, Headspace, Online-Monitore mit Membran — und beim Umrechnen des Messwerts eines im Gasraum eingebauten Monitors in die Konzentration im Öl, in der die Diagnosekriterien formuliert sind. Der Koeffizient hängt von der Temperatur ab, sodass die Temperaturkorrektur Teil der Rechnung ist.

Geräte für diese Messung

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